Für Privatversicherte: Der Arbeitgeberzuschuss zur privaten Krankenversicherung als Pendant zum gesetzlichen Arbeitgeberanteil

Ist ein Arbeitnehmer oder eine Arbeitnehmerin nicht in einer gesetzlichen Krankenkasse, sondern privatversichert, muss das Unternehmen einen Arbeitgeberzuschuss zur privaten Krankenversicherung leisten. Die Höhe des Zuschusses ist ähnlich wie der Arbeitgeberanteil für die gesetzliche Versicherung, allerdings berechnen sich die Beiträge für die Krankenkassen unterschiedlich. Da, wo sich die gesetzlichen Krankenkassenbeiträge prozentual aus dem Gehalt des Arbeitnehmers oder der Arbeitnehmerin ergeben, richten sich die privaten Versicherungen nach Risikofaktoren. Dies können Vorerkrankungen oder das Alter des Versicherten oder der Versicherten sein.

Diese muss beim Arbeitgeberzuschuss zur privaten Krankenversicherung beachtet werden

•    Der Arbeitgeberzuschuss zur privaten Krankenversicherung ist obligatorisch.
•    Weiter müssen weder Steuern noch Sozialabgaben dafür abgeführt werden.
•    Es muss sich bei der privaten Krankenversicherung des Arbeitnehmers oder der Arbeitnehmerin um eine Vollversicherung handeln. Eine Zusatzversicherung allein kann nicht steuerfrei bezuschusst werden
•    Das Unternehmen zahlt den Arbeitgeberzuschuss zur privaten Krankenversicherung nicht an die Krankenkasse, wie es bei der gesetzlichen Versicherung der Fall ist, sondern direkt auf das Konto des Arbeitnehmers oder der Arbeitnehmerin.
•    Wie bei der gesetzlichen Krankenversicherung gilt auch beim Arbeitgeberzuschuss zur privaten Krankenversicherung das paritätische Prinzip. Das bedeutet, Arbeitgeber und Arbeitnehmer zahlen jeweils die Hälfte des Versicherungsbeitrags.
•    Der Arbeitgeberzuschuss zur privaten Krankenversicherung kann maximal so hoch sein wie der höchstmögliche Arbeitgeberanteil der gesetzlichen Krankenversicherung.
•    Dieser Höchstbetrag berechnet sich nach der aktuellen Beitragsbemessungsgrenze der Krankenkasse, die die Beiträge ab einem bestimmten Einkommen deckelt. 2019 liegt die Grenze bei einem monatlichen Bruttoeinkommen von 4.357,50 €.
•    Somit liegt die maximale Höhe des Arbeitgeberzuschusses zur privaten Krankenversicherung bei rund 352 €.
•    Während des Mutterschutzes  haben Mütter, die privat versichert sind, keinen Anspruch auf den Arbeitgeberzuschuss zur privaten Krankenversicherung

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